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11:41 | 19.05.2010
Helaba – Marktkommentar Aktien: USA: ABC-Verbrauchervertrauen steigt von -47 auf -44
Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite BaFin untersagt ungedeckte Leerverkäufe bestimmter Wertpapiere (Bankaktien, EUR-Staatsanleihen, etc.) bis Ende Q1/2011; Euro unter Abgabedruck; Aktienkurse in den USA und Japan sinken. Verringerte Sorgen bezüglich der Schuldenkrise in Europa und zufriedenstellende Berichte von US-Einzelhändlern sorgten zunächst für eine gute Stimmung an den europäischen Börsen. Der Dax wurde zuvor auch nicht vom schwächeren ZEW-Index belastet, was darauf schließen lässt, dass die Marktteilnehmer sich vor einem größeren Einbruch gefürchtet hatten. Der deutsche Leitindex ging mit einem Plus von 1,47 % bei 6.156 Zählern aus dem Handel. Das technische Umfeld des Dax hat sich somit zwar verbessert. Allerdings lässt der technische Ausblick beim EuroStoxx und auch beim S&P 500 zu wünschen übrig. Am amerikanischen Markt richten sich Stochastic und RSI nach der Erholung der letzten Tage wieder gen Süden und zudem bleibt der MACD bislang ein Wendesignal schuldig. Der S&P 500 ist zudem nicht in den Aufwärtstrend des Frühjahrs 2009 zurück gekehrt. Dies mahnt zur Vorsicht, auch im Hinblick auf die deutschen Notierungen, denn dem Sog der Wall Street kann sich der Dax meist nicht entziehen. Der Sog der Wall Street stellt auch heute morgen eine Belastung dar, die einen schwachen Auftakt der europäischen Börsen und insbesondere des deutschen Aktienmarktes erwarten lässt. Das BaFin, die deutsche Finanzaufsicht, hatte gestern ein Leerverkaufsverbot erlassen. Dies drückte bereits auf die Stimmung der US-Aktenhändler (die US-Indizes schlossen klar im Minus) und dürfte ausländische Investoren tendenziell verschrecken. Insgesamt trüben die zunehmende Regulierung und auch die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer den Ausblick für die gesamte Finanzbranche und die Börsenkurse. Den Vorsichtig freundlichen technischen Signalen beim Dax zum Trotz dürfte es heute ein schwerer Handelstag werden. Ein Rutsch unter die 6000-Punkte-Marke muss ins Kalkül gezogen werden. Weitere Unterstützungen finden sich bei 5.930 und 5.888 sowie bei 5.805. Heute stehen von fundamentaler Seite die US-Verbraucherpreise im Zentrum der Aufmerksamkeit. Allerdings zeigten die nur schwach zulegenden Erzeugerpreise, dass akute Inflationsängste nicht angebracht sind. Sogar ein Unterschreiten der Konsensschätzung ist möglich, da saisonbereinigte Benzinpreise negativ zu Buche schlagen, während die Kernerzeugerpreise sich moderat entwickelten. Gegenwind für die Aktienmärkte wird unseres Erachtens damit nicht verbunden sein. Im Verlauf des Tages wecken die Sitzungsprotokolle der Bank von England und der Fed das Interesse. Marktteilnehmer werden diese nach Hinweisen auf forcierte Exitstrategien durchsuchen. Insbesondere dürfte in den USA die notenbankinterne Diskussion über eine veränderte Wortwahl wichtig sein. Wie groß war das Lager der geldpolitischen Hardliner im April? Ungeachtet der bisherigen Kritik an der Wortwahl hatte die Fed zuletzt keinerlei Signale für eine Änderung gegeben. Selbst die sonst so aktiven Notenbankvertreter – wie Hoenig und Lacker – sind still geworden. Es besteht Grund zu der Annahme, dass die Fed unter dem Eindruck der an den Finanzmärkten aufgekommenen Verunsicherung eher dazu geneigt ist, eine Straffung der Geldpolitik bis ins kommende Jahr zu verschieben. Dies würde den aktuellen Markterwartungen entsprechen und dürfte insofern keine Kurssprünge auslösen. |
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