MANAGEMENT INTERVIEW

9:33 | 15.12.2017
Experten-Interview: Turnaround von Aves One sollte kurzfristig erfolgen

Die in Hamburg ansässige Aves One AG vermietet Bahnwaggons, Seecontainer und zukünftig Logistikimmobilien. In seiner neuen Studie stuft GBC-Analyst Matthias Greiffenberger (“Kaufen”) die Aktie der Aves One AG als deutlich unterbewertet ein.

Über die Gesellschaft und das Geschäft mit Logistik-Assets sprach financial.de mit Matthias Greiffenberger (Bild unten).

financial.de: Herr Greiffenberger, die Aves One AG beschreibt sich als aktiven Bestandshalter von Logistik-Assets. Wie sieht das Geschäftsmodell der Gesellschaft konkret aus?

Greiffenberger: Der Fokus der Geschäftstätigkeit der Aves One AG basiert auf der aktiven Bestandshaltung von Logistik-Assets. Investitionsschwerpunkte sind die Bereiche Container, Rail und zukünftig auch Logistik-Immobilien. Somit investiert Aves in den global wachsenden Logistikmarkt.

financial.de: Wie genau muss sich der Investor das Aves One-Geschäftsmodell genau vorstellen?

Greiffenberger: Aufgrund des Markt-Know-hows hat Aves One gute Zugänge zum Equipment-Markt und zu den entsprechenden Assets. Durch die enge Zusammenarbeit mit Finanzierungspartnern ist Aves One in der Lage, kurzfristig neue Portfolien zu erwerben. Wurde dann beispielsweise ein Container-Portfolio erworben, wird es an eine Rederei mit entsprechender Bonität vermietet. Im Rail-Bereich erfolgt die Vermietung der Güterwaggons an Staatsbahnen oder an etablierte Industrieunternehmen. Ähnlich sollte dies demnächst mit Logistik-Immobilien funktionieren.

GBC_Greiffenbergerfinancial.de: Aves vermietet Sachwerte innerhalb der Logistikbranche. Ist das Geschäftsmodell mit einem Bestandshalter von Immobilien zu vergleichen?

Greiffenberger: Den Vergleich kann man so anstellen, allerdings unterscheiden sich die Branchen. Aves stellt großen Logistik-Unternehmen Assets zur Verfügung und erhält dafür Mieteinnahmen. Im Gegensatz zu typischen Immobiliengesellschaften sind die Renditen bei Aves aber höher. Ich rechne damit, dass Aves One in diesem Jahr rund EUR 50,2 Mio. Mieterlöse erwirtschaftet. Bezogen auf den aktuellen Assetbestand entspricht dies einer Bruttorendite von 10,6 Prozent.

financial.de: Wie stark reagiert das Aves One-Geschäft auf konjunkturelle Schwächephasen?

Greiffenberger: Das Geschäftsmodell von Aves One ist im weitesten Sinne abhängig von der Konjunktur. Es handelt sich dabei aber nicht um eine klassische zyklische Gesellschaft, die sofort auf Schwankungen der Konjunktur reagiert. Das liegt vor allem auch daran, dass die Mietverträge zum Großteil – ob Rail, Container oder demnächst Immobilie – langfristig über mehrere Jahre abgeschlossen werden.

financial.de: Die Aktie ist nach Ihrer Einschätzung deutlich unterbewertet und noch weit von Ihrem Kursziel bei EUR 9,10 entfernt. Woran liegt das?

Greiffenberger: Das Geschäftsmodell von Aves ist sehr attraktiv. Bei Anlegern ist es aber noch nicht so bekannt. Sie kennen in der Logistikbranche oft nur eine VTG AG, mit der Aves One durch das Rail-Geschäft nur in Teilen vergleichbar ist.

Hier lesen Sie das vollständige Interview


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