MANAGEMENT INTERVIEW

16:19 | 28.05.2013
Nanogate: Großaufträge Schlag auf Schlag

Die Nanogate AG, ein führender Anbieter von Hochleistungsoberflächen für Industriekonzerne, hat ihre Aktionäre vor kurzem mit der Ankündigung einer Dividende von 10 Cent überrascht.

Auch sonst läuft es für das saarländische Unternehmen derzeit gut: Zu Jahresbeginn hatte Nanogate die Firma Plastic-Design GmbH in Bad Salzuflen mehrheitlich übernommen und damit den Markt für die Glazing Produkte – also Kunststoffe mit glasähnlichen Eigenschaften – erschlossen. Daraus resultiert der größte Auftrag der Firmengeschichte. Überdies startete eine Kooperation mit der internationalen Sportartikelmarke FILA. Vor wenigen Tagen meldete Nanogate den zweiten Kunden für das strategische Wachstumsfeld Energieeffizienz.

financial.de hat CEO Ralf Zastrau (Foto), zugleich Mitgründer des Unternehmens, gefragt, welche Erwartungen er für das laufende und kommende Jahr hat.

financial.de: Herr Zastrau, Nanogate hat angekündigt, erstmals eine Dividende zu zahlen. Woher resultiert der starke Ergebniszuwachs im abgelaufenen Geschäftsjahr?

zastrauRalf Zastrau: Wir blicken erneut auf einen Rekordumsatz zurück, der 2012 um rund 15 Prozent gestiegen ist. Viel wichtiger für uns: Die Profi tabilität hat sich erheblich stärker verbessert, so dass sich unser EBITDA um gut 60 Prozent erhöht hat. Der Ergebniszuwachs resultiert aus einem optimierten Produkt- und Auftragsmix sowie der Fixkostendegression. Auch der gestiegene operative Cashflow bestätigt die gute Entwicklung. Operativ, finanziell und strategisch war Nanogate noch nie so gut aufgestellt wie heute.

financial.de: Für ein Wachstums- und Technologieunternehmen wie Nanogate kommt der Dividendenvorschlag dennoch überraschend?

Zastrau: Nanogate möchte erstmals die Aktionäre am Unternehmenserfolg beteiligen und ihnen für ihr Vertrauen danken. Daher möchten wir einen kleinen Betrag des Jahresergebnisses der Nanogate AG an die Anleger ausschütten. Der Vorschlag für eine Dividendenzahlung erfolgt aufgrund der guten operativen Entwicklung der Gesellschaften im Nanogate-Konzern, des Beteiligungsergebnisses der Nanogate AG, also dem HGB-Einzelabschluss, und der guten Geschäftsaussichten. Mit dieser vorsichtigen Dividendenpolitik gewährleisten wir, dass die Finanzkraft gewahrt wird, um den geplanten Wachstumskurs zu finanzieren – und wir dennoch Aktionäre am Gewinn beteiligen können.

financial.de:Sie haben im März den größten Auftrag der Firmengeschichte gemeldet. Wie läuft die Umsetzung? Und wie hoch ist das Auftragsvolumen genau?

Zastrau: Ja, es ist alles so eingetroffen, wie wir es erwartet haben: Wir konnten Anfang März 2013 die Umsetzung des größten Auftrages in der Firmengeschichte von Nanogate mit einem Volumen im zweistelligen Millionenbereich melden. Und wir sind zuversichtlich, dass wir allein 2013 Bauteile für einen siebenstelligen Betrage ausliefern können. Außerdem haben wir das hohe technische Anforderungsprofi l mit der „Klavierlackoptik“ schnell im Griff gehabt. Die hohe Qualität der gelieferten Teile für einen führenden Autohersteller aus der Premiumklasse bestätigt damit auch unseren Wettbewerbsvorsprung. Unsere Technologie steht dafür, dass Kunststoffbauteile jahrelang gegen Kratzer und Umwelteinflüsse geschützt sind

financial.de: Der Auftrag stammt ja aus ihrem strategischen Wachstumsfeld innovative Kunststoffe/Glazing. Sind weitere Aufträge absehbar?

Zastrau: Kunststoff-Oberfl ächen mit glasähnlichen Eigenschaften sind gerade bei Automobilherstellern stark nachgefragt. Es geht sowohl um neue Designs als auch um Gewichtsersparnis. Wir stehen derzeit mit zahlreichen Herstellern und Zulieferern in Kontakt. Mit unserem Kompetenzzentrum für Entwicklung, Produktion und Veredelung, das derzeit errichtet wird, sind wir optimal aufgestellt, um erheblich von der erwarteten Nachfrage zu profitieren.

Den vollständigen Text können Sie hier herunterladen: Interview

Haftungsausschluss/Disclaimer: Das Interview wurde von financial.de im Auftrag und auf Veranlassung des Kunden geführt. Es dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die darin getroffenen Aussagen spiegeln die Meinung des Interviewten wider, die nicht notwendigerweise der Meinung der Redaktion entspricht. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen sowie für Vermögensschäden wird daher keinerlei Haftung übernommen.


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