MANAGEMENT INTERVIEW

8:49 | 01.06.2017
PANTALEON: „Dramatische Beschleunigung für die PANTAFLIX-Entwicklung“

Die börsennotierte PANTALEON Entertainment AG (ISIN DE000A12UPJ7) hat über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft PANTAFLIX eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Medienmogul Bruno Wu zur Implementierung eines globalen VoD-Systems unterzeichnet.

„Der globale Rollout von PANTAFLIX läuft auf Hochtouren und wird durch unsere China-Aktivitäten noch weiter befeuert. In China gibt es keinen Partner, der uns besser zum Markteintritt verhelfen könnte, als Bruno Wu“, erklärt PANTALEON-CEO Dan Maag im Interview mit financial.de. Nachdem sich PANTALEON mit dem Ex-Apple-Topmanager Stefan Langefeld einen ausgewiesenen VoD-Experten in den Vorstand geholt hat, soll nun auch die Kommunikation mit Investoren weltweit intensiviert werden.

Financial.de traf PANTALEON-CEO Dan Maag (Foto links, mit Bruno Wu) zum Exklusivinterview und sprach mit ihm u. a. über die künftige Zusammenarbeit mit „Chinas Ruppert Murdoch“, die globalen Marktchancen im B2B-Bereich, die nächsten Projekte im hochprofitablen Produktionsbereich und ein ehrgeiziges Mittelfristziel.

financial.de: Herr Maag, die PANTAFLIX GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der PANTALEON Entertainment AG, hat eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Medienmogul Bruno Wu unterzeichnet. Wie kam es zu dieser Kooperation?

Dan Maag: Parallel zu unseren eigenen Aktivitäten in China wurden wir von Bruno Wu kontaktiert, da er mit seiner Unternehmensgruppe weltweit nach innovativen VoD-Technologien suchte und dabei auf PANTAFLIX aufmerksam wurde. Seine Teams waren von der PANTAFLIX-Plattform begeistert. Bereits bei den ersten Gesprächen mit ihm und seinen Managern in Peking wurde schnell klar, dass unsere PANTAFLIX-Technologie perfekt zum massiv vorhandenen Content und den beeindruckenden Marktzugängen seiner Unternehmensgruppe passt.

financial.de: Bruno Wu ist trotz seiner Erfolge auf dem chinesischen und dem US-Markt hierzulande wenig bekannt. Warum ist Bruno Wu mit seiner Unternehmensgruppe der „bestmögliche Partner“ für PANTAFLIX?

Dan Maag: Bruno Wu ist Chinas führende Unternehmerpersönlichkeit im Bereich Kino. Er wird als „Chinas Ruppert Murdoch“ bezeichnet und gilt als größter Dealmaker Chinas in Hollywood. Er hat exzellente Kontakte zur chinesischen Regierung und seine Unternehmensgruppe setzt mehrere Milliarden Euro pro Jahr um. Darüber hinaus ist er ein potenter Medieninvestor, der hunderte Millionen Euro pro Jahr investiert. In China gibt es keinen Partner, der uns besser zum Markteintritt verhelfen könnte, als Bruno Wu.

financial.de: Wie soll die Zusammenarbeit konkret aussehen?

Dan Maag: PANTAFLIX und die Sun Seven Stars Media Group von Bruno Wu halten jeweils 50 Prozent Anteile an einer Holding, unter der eine operative 100 Prozent-Tochter entsteht. Diese wird ihren Sitz in Deutschland haben und über Standorte in China und den USA verfügen.

Unterschriftfinancial.de: Welches Know-how wird PANTAFLIX konkret einbringen? Ist geplant, dass PANTAFLIX bzw. PANTALEON darüber hinaus auch Kapital für Investitionen bereitstellen?

Dan Maag: PANTAFLIX stellt dem gemeinsamen Joint Venture Teile seiner Technologie zur Verfügung, die es digital ermöglicht, Petabytes an Filmen von Filmemachern direkt an Konsumenten weltweit zu kommerzialisieren. Dies beinhaltet neben einer hochleistungsfähigen Transcoding-Technologie auch ein digitales Rechtemanagement sowie ein Accounting-System, dass alle internationalen Zahlungsströme einschließlich der lokalen Steuern und Auszahlungen automatisiert behandelt. Kapital für Investitionen müssen wir nicht bereitstellen. Mit Bruno Wu haben wir einen sehr finanzstarken Partner an unserer Seite. Die in Hongkong beheimatete Redrock Capital, der Investitionsarm der Unternehmensgruppe, ist direkt am Joint Venture beteiligt und übernimmt künftige Investitionsthemen.

financial.de: Welche Märkte und welche Kunden haben Sie mit diesem deutsch-chinesisch-amerikanischen Joint Venture im Visier? Und welches Marktpotenzial sehen Sie?

Dan Maag: Neben dem hochattraktiven chinesischen Markt sehen wir ein großes Potenzial für Business-to-Business(B2B)-Lösungen weltweit, da die Unternehmensgruppe von Bruno Wu bedeutende Verträge mit Telekommunikationskonzernen, Fernsehsendern oder auch Betreibern von Hochgeschwindigkeitszügen und Telekomausrüstern geschlossen hat, die über hochkarätige Kundenzugänge verfügen und bei denen gegenwärtig ein hoher Bedarf an VoD-Content entsteht. Im Bereich B2B wird das Joint Venture dem Content durch Kooperationen mit diesen Partnern eine Reichweite verschaffen, die es zu einer ernstzunehmenden Größe in der Unterhaltungsindustrie heranwachsen lassen kann. Unsere internen Schätzungen des Marktpotenzials sind beeindruckend, sicher wäre es aber verfrüht, hier schon mit ersten Zahlen nach außen zu treten.

financial.de: Wie wollen Sie im Konkurrenzkampf mit VoD-Giganten wie Amazon und Netflix bestehen?

Dan Maag: Beide von Ihnen angesprochenen Plattformen sind weder in China noch im B2B-Bereich vertreten, so dass wir uns durchaus komplementär sehen. Dies ist ja ein Kern unseres PANTAFLIX-Ansatzes: Wir schließen eine Lücke, die die etablierten VoD-Konzerne uns überlassen. Durch Video-on-Demand befindet sich die Unterhaltungsindustrie im Umbruch, weg vom linearen Fernsehen und hin zu digital auf Abruf konsumierbaren Inhalten. Dieser Trend ist unumkehrbar und lässt Platz für neue Marktteilnehmer wie PANTAFLIX. Zwar stehen wir in unserer unternehmerischen Entwicklung noch ganz am Anfang, anhand unserer bisherigen Erfolge der letzten Monate können wir aber schon heute sehr gut erkennen, welch signifikante Größe wir in den kommenden Jahren erreichen können.

Den vollständigen Text können Sie hier herunterladen: INTERVIEW

 

Haftungsausschluss/Disclaimer: Das Interview wurde von financial.de im Auftrag und auf Veranlassung des Kunden geführt. Es dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die darin getroffenen Aussagen spiegeln die Meinung des Interviewten wider, die nicht notwendigerweise der Meinung der Redaktion entspricht. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen sowie für Vermögensschäden wird daher keinerlei Haftung übernommen.


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